„Uh ... uh ... uh!“ rauschte es die Allee entlang.

*

An einem Wintertage kam ein Sturm auf, so daß in allen Bäumen des Waldes ein donnerndes Krachen laut wurde; und alle die stolzen Pappeln bogen sich wie Schilfrohr. Der Schnee stob hernieder, so daß Himmel und Erde ineinander übergingen.

„Jetzt kann ich nicht mehr,“ stöhnte der alte Weidenbaum.

Da zerbrach er, ganz unten an der Wurzel. Das Eisenband, das er um den Kopf gehabt hatte, flog rasselnd auf den festgefrorenen Weg hinab. Das Staket stürzte um. Den Garten dort oben verstreute der Wind nach allen Seiten ... Der Johannisbeerbusch und die Erdbeere, die Vogelbeere und die kleine Eiche, die Löwenzahnpflanzen und das Veilchen ... alles wurde weggemäht; und niemand weiß, was daraus geworden ist.

Und unten lag der Regenwurm und wand und krümmte sich.

„Das übersteh’ ich nicht,“ seufzte er. „Sie mögen mich in zwei ... und in drei Stücke zerhauen. Aber dies ist schlimmer. Die Erde ist hart wie Eisen; kein Loch ist da, in das man hineinkriechen könnte. Und der Frost beißt mich in die Haut. Lebt alle wohl, jetzt sterbe ich!“

Im Frühjahr wurde der Weidenstumpf ausgerodet. Doch der Gutsherr gab den Befehl, daß kein neuer Baum an der Stelle gepflanzt werden dürfe. So oft er vorbeifuhr, erzählte er denen, die bei ihm waren, von dem merkwürdigen alten Weidenbaum, der in seinem hohlen Kopfe einen ganzen Garten getragen hatte.

Und der wilde Rosenstrauch erzählte es den Vögeln, die es über die ganze Welt hin verkündeten. Die Eiche lernte es nie begreifen; und der Holunderstrauch sagte, er habe es sich von Anfang an gedacht. Die Schwarzamsel wurde in einer Dohne eingefangen und gegessen.