„Freut mich außerordentlich, Ihre persönliche Bekanntschaft zu machen,“ entgegnete der erste. „Ihr Name ist mir selbstverständlich längst bekannt. Vielleicht kennen Sie auch den meinen. Ich bin der Cholerabazillus.“
„Ach, Sie sind der berühmte Cholerabazillus!“
„Berühmt hin, berühmt her. — Aber wer kommt denn da?“
Es kam noch so ein Gesell aus der Luft herabgepurzelt, der sich neben die beiden legte. Er hatte dieselbe Größe wie die andern, war jedoch steif wie ein Pflock. Er sah so zäh aus, daß sie sofort seine Familienzugehörigkeit erkannten.
„Wir sprechen soeben davon, daß es hier sehr trocken ist,“ sagte der Cholerabazillus und verbeugte sich.
„Sie haben gewiß recht,“ fiel der neue ein. „Aber das macht mir nichts aus. Ich kann mich auf dem Trocknen zurechtfinden, solange es sein muß. Mein Name ist Tuberkelbazillus, zu dienen.“
„Freut mich außerordentlich. Ich bin der Cholerabazillus. Und der Herr dort ist der Diphtheriebazillus.“
„Ah. Da kann ich ja wenigstens auf ein behagliches Plauderstündchen rechnen, während ich hier müßig sitze.“
„Wir sprachen soeben von der Berühmtheit des Cholerabazillus,“ sagte der Diphtheriebazillus.
„Es ist kein Wort darüber zu verlieren,“ unterbrach ihn der Cholerabazillus. „Mit mir ist es abwärts gegangen, seitdem ich entdeckt wurde.“