Er packte sie und wirbelte sie in die Luft empor; und wo sie geblieben sind, das weiß ich nicht.

Der Nebel.

Die Sonne war soeben untergegangen.

Der Frosch quakte sein Gutenacht, das so lang war, daß er gar nicht fertig damit wurde. Die Biene kroch in ihren Bienenkorb; und die kleinen Kinder weinten, weil sie zu Bett sollten. Die Blume schloß ihre Blätter und neigte ihren Kopf, der Vogel barg seinen Schnabel unter dem Flügel, und der Hirsch ließ sich in dem hohen, weichen Grase auf der Waldwiese nieder.

In der Dorfkirche läutete die Glocke, und als das besorgt war, ging der alte Küster nach Hause. Auf dem Heimwege plauderte er ein wenig mit den Leuten, die draußen ihren Abendspaziergang machten oder vor der Tür standen und eine Pfeife rauchten; und dann sagte er gute Nacht und schloß seine Tür.

Allmählich wurde es ganz still, und die Dunkelheit brach herein. Im Pfarrhof und beim Doktor war noch Licht. Aber in den Häusern der Bauern war es dunkel; denn die stehen im Sommer früh auf, und darum müssen sie früh zu Bett.

Die Sterne schimmerten am Himmel hervor, und der Mond schlich sich höher und höher hinauf. Drunten im Dorfe bellte ein Hund. Aber das war sicher im Traume, denn es war nichts da, weswegen er hätte bellen können.

„Ist hier niemand?“ fragte der Nebel.

Aber niemand antwortete, denn da war niemand.