Da brach der Nebel in seinen hellen, leichten Gewändern hervor. Er tanzte hin über die Wiesen, auf und nieder, hin und her. Dann lag er ein Weilchen ganz still da, und nun begann er seinen Tanz wieder. Hinaus über den See hüpfte er und in den Wald hinein, wo er seine langen, nassen Arme um die Baumstämme schlang.
„Wer bist du, Kamerad?“ sagte die Nachtviole, die dastand und ihren Duft zu ihrem eigenen Vergnügen aussandte.
Der Nebel antwortete nicht, sondern tanzte weiter.
„Wer bist du, Kamerad?“ fragte die Nachtviole. „Weil du mir keine Antwort gibst, vermute ich, daß du ein Grobian bist.“
„Jetzt werd’ ich dich einschließen,“ flüsterte der Nebel und legte sich um die Nachtviole.
„Nimm deine Finger fort, Freund! Mir ist, als wäre ich in den Teich getaucht. Du brauchst doch nicht gleich so böse zu werden, weil ich dich frage, wer du bist.“
Da hob sich der Nebel wieder.
„Wer ich bin?“ sagte er. „Du würdest es doch nicht verstehen, wenn ich es dir auch erzählte.“
„Versuch’s einmal,“ bat die Nachtviole.