„Allerdings,“ sagte der Einsiedlerkrebs; und er bebte vor Schreck in seinem Schneckenhaus, denn die Krabbe sah so entsetzlich groß aus. „Darf ich dir die Seeanemone vorstellen? Hier sitzt sie. Sie ist mein bester Freund und hat grauenhafte Fangarme voller Brennesseln. Wenn jemand mir auch nur das geringste Leid antun will, so verbrennt sie ihn augenblicklich.“

„Das ist richtig,“ fiel die Seeanemone ein und fächelte matt mit den Armen. „Und wenn mich jemand schief ansieht, so beißt mein Freund, der Einsiedlerkrebs, ihn mit seiner Schere kaputt.“

„Ja, ihr seid mir ein paar schöne Helden,“ sagte die Krabbe und kam näher.

Die Seeanemone wollte ihre Arme einziehen, konnte aber nicht. Der Einsiedlerkrebs wollte sich in seinem Hause verstecken, hatte aber gleichfalls nicht mehr die Kraft dazu. Die Krabbe war dicht bei ihnen und betrachtete sie mit gefräßigen Augen.

„Also ihr zwei habt wirklich gemeinsame Fahrten gemacht?“

„Ganz recht,“ sagte der Einsiedlerkrebs und richtete sich auf. „Und wir bleiben noch vie—iele Jahre zusammen.“

„Ja, wir bleiben noch vie—iele Jahre zusammen,“ fiel die Seeanemone ein und reckte sich empor.

„Ihr seid mir zwei aparte Bürschchen!“ sagte die Krabbe. „Aber jetzt seid ihr fertig. Ich bin von jeher hinter dem Aparten her gewesen, und jetzt fresse ich euch.“

„Das da—arfst du nicht,“ sagte der Einsiedlerkrebs und focht wild mit seiner großen Schere umher. „Wir haben vera—abredet, daß wir uns gegenseitig auffressen wollen.“