Doch die Erde rief grimmig: „Marsch! Halt dein Maul und tu, was deines Amtes ist! Dreizehnmal hast du dich um mich zu drehen, während ich einmal die Sonne umkreise. Sonst kommt der Kalender in Unordnung.“

Die Spinne.

Die Hecke war ganz voller Bäume und Sträucher gewesen, aber sie waren weggehauen worden; und nun schossen kahle, lange dünne Zweige aus den Stümpfen empor.

Zwischen den Baumstümpfen wuchsen Geißfuß und wilde Petersilie und anderes mehr dieser Art, davon das eine dem andern so ähnlich sieht, und das die, die es nicht besser verstehen, Schierling nennen.

Ihre Zweige waren fast ebenso lang wie die der Sträucher. Und sie spielten sich so auf, als ob sie wirkliche Sträucher wären und nicht im Herbste verwelken und wieder von vorn anfangen müßten mit einem kleinen Samen, genau so wie eine einfache, elende Hundskamille oder ein Stiefmütterchen. Sie strotzten vor Stolz und spreizten sich, ließen sich vom Winde zausen, knickten um, verloren Blätter und bekamen neue, als ob sie noch lange Zeit zu leben hätten. Fragte einer, welche Bewandtnis es denn eigentlich mit ihnen habe, so taten sie, als hörten sie es nicht, oder schlugen es in den Wind oder leugneten, etwas von ihrer Zukunft zu wissen.

Und dann trugen sie schöne, weiße Blüten, die sie hoch emporhoben wie Sonnenschirme, während aus den richtigen Zweigen, die auf den Stümpfen wuchsen, nie etwas andres wurde als aufgeschossene Sprößlinge, die weder Blüte noch Frucht treiben konnten.

„Hier ist ja ein ganzer Wald,“ sagte die Maus eines Abends, als sie im Grünen saß und mit ihren klaren Augen aufschaute.

„Wir sind der Wald,“ sagte der Geißfuß.