Doch die Spinne war andrer Meinung. „Hier ist gut sein,“ sagte sie. „Die Fliegen summen, und das macht mir Vergnügen.“

Da reckten sich der Geißfuß und die Petersilie vor Stolz in die Höhe.

Die Spinne aber kroch ringsumher und sah sich um, während die Maus ihr die ganze Zeit mit den Augen folgte.

„Mit Verlaub,“ sagte die Maus, „warum willst du eigentlich ein Nest bauen, wenn du deine Eier sich selber überläßt?“

„Hör’ mal, liebe Maus,“ erwiderte die Spinne, „du kannst mich ebensogut gleich als selbständiges Frauenzimmer betrachten. Ich denke nur an mich und meine Bedürfnisse und sorge selbst für mich. Wenn ich mich jemals herablasse, einen Mann zu nehmen, so mag er für sich sorgen, der Wicht.“

„Gott behüte, wie du von ihm sprichst!“ sagte die Maus. „Mein Mann ist viel größer und stärker als ich.“

„Die Maus dagegen lief fort ...“


GRÖSSERES BILD

„Ich kenne ihn nicht,“ erwiderte die Spinne gleichgültig. „Die Mannspersonen in meiner Familie sind etwa viermal so klein als wir Frauen. Es sind ganz erbärmliche Wichte, die keine Fliege wert sind. Ich würde mich schämen, mit so einem Kavalier zusammen zu wohnen ... Aber jetzt baue ich.“