„Du solltest lieber warten, bis es hell wird,“ riet ihr die Petersilie.

„Womit willst du überhaupt bauen?“ fragte der Geißfuß.

„Ich liebe nun einmal die Dunkelheit,“ entgegnete die Spinne. „Und Baumaterial habe ich bei mir.“

Nach diesen Worten kletterte sie auf den Wipfel des Geißfußes hinauf und sah sich in der Landschaft um.

„Es gehören gute Augen dazu, um heute abend etwas zu sehen,“ sagte die Maus. „Meine sind nicht für die Katze, aber ich möchte mich bei der Beleuchtung doch nicht ans Nestbauen begeben.“

„Was die Augen betrifft, so habe ich acht,“ erzählte die Spinne. „Und sie sehen, was sie sehen sollen. Ich habe auch acht Beine, damit du das auch gleich erfährst und nicht in Verwunderung darüber gerätst. Überhaupt bin ich eine Weibsperson, die gewohnt ist, sich im Handumdrehen zurechtzufinden. Ich kenne keine Zimperlichkeit und kein Getue.“

Nun drückte sie den Hinterleib gegen den Geißfußzweig, auf dem sie saß, und stürzte sich kopfüber in die Luft.

Da schrie die Maus erschrocken: „Sie bricht den Hals!“

Doch die Spinne antwortete von unten her: „Ich habe keinen Hals. Und wenn ich einen hätte, so würde ich ihn nicht brechen. Geh du nach Hause zu deinem lieben Manne und kose mit ihm! Wenn du morgen wiederkommst, sollst du sehen, was ein tüchtiges Frauenzimmer ausrichten kann, wenn es nicht die Zeit mit Liebe und dergleichen überflüssigen Gefühlen vergeudet.“