„Der Star hat sie erwischt,“ erzählte die Maus. „Im Handumdrehen war sie weg. Ich habe es selbst gesehen.“

„Wenn ihm nur nicht schlecht wird,“ sagten die Zweige. „Das muß ein schlimmer Bissen sein.“

Dann wurde es Herbst und Winter.

Die Maus saß warm in ihrem Loch, und die Eier der Spinne lagen in der schützenden Erde. Der Geißfuß und die Petersilie welkten und starben. Die Zweige auf den Baumstümpfen verloren ihre Blätter, aber sie raschelten weiter durch Sturm und Frost und Schnee bis ins Frühjahr hinein.

Die Anemonen.

Kiwitt! Kiwitt! rief der Kiebitz und flog über das Waldmoor hin. „Nun kommt der Junker Frühling. Ich kann es in den Beinen und in den Flügeln spüren.“

Als das neue Gras unten in der Erde das hörte, schoß es gleich ein Stück in die Höhe und guckte vergnügt zwischen den alten gelben Halmen hervor; denn das Gras hat es nun einmal immer fürchterlich eilig.

Auch die Anemonen drinnen im Walde zwischen den Bäumen hörten, was der Kiebitz rief, aber sie wollten unter keiner Bedingung aus der Erde heraus.

„Glaubt dem Kiebitz nicht,“ flüsterten sie sich zu. „Das ist ein leichtsinniger Bursche, auf den kein Verlaß ist. Der kommt immer so früh und macht ein großes Geschrei ... Nein, wir warten ganz ruhig, bis der Star und die Schwalbe kommen. Das sind vernünftige, zuverlässige Leute, die die Dinge besser verstehen.“