Und die Stare kamen.
Sie setzten sich auf den Pflock vor ihrer Sommervilla und schauten sich um.
„Zu früh, wie gewöhnlich,“ murrte Vater Star. „Nicht ein grünes Blatt und keine Fliege; nur eine alte, zähe vom vorigen Jahre, für die es sich nicht den Schnabel aufzusperren lohnt.“
Mutter Star erwiderte nichts, aber sie sah gleichfalls nicht gerade begeistert aus.
„Wären wir doch nur in unserer gemütlichen Winterwohnung hinter den Bergen geblieben,“ sagte Vater Star. Er war ärgerlich darüber, daß seine Frau ihm nicht antwortete; denn ihn fror so, daß er meinte, es würde ihm gut tun, ein wenig mit ihr zu zanken ... „Aber es ist natürlich wieder deine Schuld, wie voriges Jahr. Du hast es immer so furchtbar eilig damit, aufs Land zu kommen.“
„Wenn ich es eilig habe, so weiß ich auch wohl warum,“ entgegnete Mutter Star. „Und du solltest dich schämen, wenn du es nicht auch weißt, so wahr die Eier dir so gut gehören wie mir.“
„Gott behüte,“ sagte Vater Star beleidigt. „Wann hätte ich meine Familie je verleugnet? Du verlangst vielleicht noch gar, daß ich dir bei der Kälte etwas vorsingen soll?“
„Ja — allerdings,“ erwiderte Mutter Star in einem Tone, dem er nicht widerstehen konnte.
Er fing sofort an zu flöten, so schön er konnte. Aber als Mutter Star die ersten Töne gehört hatte, schlug sie mit den Flügeln um sich und hackte mit dem Schnabel auf ihn ein.