Da gingen die Blätter schlafen und legten sich als dicker Teppich über die ganze Erde.
Die Anemonen empfanden die wohltuende Wärme und fragten sich, ob wohl der Frühling schon da sein sollte.
„Ich habe meine Knospen noch nicht fertig!“ rief eine von ihnen.
„Ich auch nicht! Ich auch nicht!“ schrien die anderen durcheinander.
Aber eine faßte Mut und guckte aus der Erde hervor.
„Guten Morgen!“ riefen die welken Buchenblätter. „Es ist noch ein bißchen zu früh, liebes Fräulein ... Wenn es Ihnen nur gut bekommt!“
„Ist das nicht der Junker Frühling?“ fragte die Anemone.
„Nicht so ganz,“ antworteten die Buchenblätter. „Es sind die grünen Buchenblätter, auf die Sie im Sommer so böse waren. Jetzt ist unsere grüne Farbe verschwunden, und wir können keinen großen Staat mehr machen. Wir haben unsere Jugend genossen und genug getanzt, wissen Sie. Und jetzt liegen wir hier und schützen die Blumen in der Erde vor dem Winter.“
„Und inzwischen stehe ich hier mit meinen bloßen Zweigen und bin der Kälte ausgesetzt,“ sagte die Buche verdrießlich.
Die Anemonen unten in der Erde besprachen die Sache und waren von Herzen froh.