Ich entschuldigte mich mit meiner unschuldigen Absicht und meiner Unwissenheit, und fuhr fort: Was machte dann Ihr Gott auf Ihrer Welt? und was bewog ihn, auf so sonderbare Weise sich einzustellen?
Er. Das Selenheil aller Menschen!
Ich. So verwundre ich mich, daß er nicht auch auf unsern Planeten kam: da wir doch auch Menschen sind. Aber ich bitte, mir dies etwas deutlicher zu machen.
Er, indem er die Augbraunen hoch aufzog, und einen frommen Blick daraus gen Himmel schoß. Gott war wegen der Sünde eines Menschen, des Stammvaters, gegen das ganze Geschlecht aller Nachkommen so sehr ergrimmt: daß er sie alle ewig zu verderben drohte.
Ich. Schröcklich! ist dann Ihr Gott nicht gerecht, nicht barmherzig?
Er. Wer zweifelt?
Ich. Und er konnte doch so rachgierig gegen eine ganze unschuldige Nachkommenschaft seyn, die für die Schwachheit ihres Stammvaters nicht das Geringste konnte?
Er, ernsthaft und mit verbissenem Zorne. Die Rathschlüsse Gottes, mein Herr! sind unerforschlich; und es kömmt uns kurzsichtigen Menschen nicht zu, darüber zu richten. — Kurz; der Sohn Gottes übernahm es daher —
Ich. Ihr habt also mehrere Götter?
Er. Keineswegs; sie sind eins.