Die Alte will im Winter dort in der Wärme wohnen, und wenn ihr Bett herausgeschleppt wird und Emma hineinzieht, wird es ihr jedesmal von neuem schwer. Darüber sind sie sich aber einig, daß die Küche der einzige, noch „vernünftige Raum“ im Hause ist. Diese Küche ist nämlich außerordentlich stillos, aber sauber und für ihre Zwecke einigermaßen gemütlich geordnet. Eines Winters sollte während unserer Abwesenheit etwas renoviert werden, da nahmen sie die Gelegenheit wahr, den alten, aus gewaltigen Steinblöcken gemauerten Herd beiseite zu schaffen, um statt dessen diesen lächerlich-jämmerlichen Eisenkasten hinzustellen, geschmückt mit Ornamenten, schaurigen, gefühllosen Schnörkeln, und (— schöner Gedanke, woher bekamst du ihn, du Bosinders Mechanische Werkstatt?) — Thorwaldsens „Nacht!“
Diese Eisenblechbepanzerung statt des alten, gemauerten Herdmantels! — Zuerst, als ich diesen Vandalismus entdeckte, war ich alles andere, als gut gelaunt. Um die heiligen Steine des Herdes zu retten, baute ich aus ihnen zwischen zwei Kirschsträuchern im Garten eine Bank und einen Tisch, wo wir im Sommer unsern Nachmittagskaffee zu trinken pflegen.
In der Küche seht ihr meine älteste und meine jüngste Tochter mit Buttern beschäftigt. Denke mal an, wie gut für Suzanne, Kerstis sichere und feste Unterstützung zu genießen! Willst Du wissen, wie das kleine Kätzchen heißt? Es heißt Hans.
Das Frühstück der Siebenschläferin.
In der Küche.