Sechstägiger Straßenkampf und 17tägiger Brand. Die überlebenden Einwohner werden als Sklaven verkauft.
Das Land vom Tuscafluß, gegenüber der Insel Galatha, bis zur kleinen Syrte wird unter dem Namen Africa römische Provinz (Hauptstadt Utĭca). Das übrige Land kommt an das verbündete Königreich Numidien. Glänzender Triumph Scipios, der den Beinamen Africanus (minor) erhält.
146.
Makedonien wird römische Provinz
nach Besiegung des Andriskos, der sich für einen Sohn des Perseus ausgibt, durch Q. Caecilius Metellus.
140.
Einnahme und Zerstörung von Korinth
nach einem kurzen Kriege des Achäischen Bundes gegen die Römer. Der Konsul L. Mummius siegt bei Leukopetra, besetzt Korinth und zerstört es auf Befehl des Senats. Die Kunstschätze werden nach Rom geschickt, sämtliche Einwohner als Sklaven verkauft. Das Gebiet der Stadt wird teils an Sikyon gegeben, teils für römisches Gemeindeland erklärt.
Die anderen griechischen Städte werden im allgemeinen mit Milde behandelt, doch sind sie dem in Thessalonike residierenden Statthalter von Makedonien untergeordnet (s. S. 69).
Die ersten vier Provinzen (Sicilia, Sardinia nebst Corsica, Hispania citerior und ulterior) wurden anfänglich von Prätoren verwaltet, so daß es mit dem Praetor urbanus und dem Praetor inter peregrinos (seit 241), welche stets in Rom blieben, 6 jährlich erwählte Prätoren gab. Später wird es üblich, daß alle Prätoren während des Amtsjahres in Rom bleiben als Vorsitzende der aus Senatoren gebildeten Gerichtshöfe (quaestiones perpetuae). Im nächsten Jahre gehen dann die Prätoren als Proprätoren, begleitet von Quästoren als Finanzbeamten, in die ihnen durch das Los zugefallenen Provinzen; doch werden in solche Provinzen, wo noch Krieg zu führen ist, in der Regel die Prokonsuln gesandt. Neben der Verwaltung steht den Prokonsuln und Proprätoren die höchste Militär- und Justizgewalt zu.