Salmanâsar II. wiederholt diese Züge, greift zwar Damaskus mehrfach vergeblich an, hält aber Tyros, Sidon und das Reich Israel (König Jehu) tributpflichtig, ebenso im Osten die indogermanischen Madai (Meder) (S. 17); in Babel greift er bei einem Thronstreit mit Heeresmacht ein. Sein zweiter Nachfolger Râman-nirari III. (um 800) erobert auch Damaskus und führt reiche Beute davon. Unter ihm reicht die assyrische Macht von Medien über ganz Palästina bis nach Edom. Dann folgt eine Zeit des Niedergangs; Salmanâsar III. (um 780) kämpft erfolglos gegen das in den nördlichen Bergländern (Armenien) entstandene Reich Urarthu.

745–727.

Tiglatpilêsar III. (Pulu), ein Usurpator, stürzt den schwachen König Assur-nirari und erhebt die assyrische Macht aufs neue. Er bekriegt das westliche Medien, bricht die Macht der Urarthier, stellt die Herrschaft über Syrien wieder her. Die Könige von Damaskus, Israel, Tyros zahlen ihm Tribut. In Babel bestätigt er zuerst den König Nabunâssir[7] als aber nach dessen Tode Ukînzêr, Fürst der Kaldi (Chaldäer, im südlichen Babylonien) sich des Thrones bemächtigt, vertreibt er diesen und macht sich selbst unter dem Namen Pulu zum König von Babylon, Sumer und Akkad. So wird er der Gründer des assyrischen Weltreichs, indem er

729.

Assur und Babel vereinigt.

722–705.

Sarrûkîn (Sargon), Begründer einer neuen Dynastie, beendet die von seinem Vorgänger Salmanâsar IV. begonnene Belagerung von Samaria, führt die Einwohner nach Medien, schlägt einen Angriff des ägyptischen Königs Schabăka (S. 6) bei Raphia (unweit Gaza) zurück, vernichtet durch Eroberung von Gargamisch (Karchemisch) den letzten Hethiterstaat in Syrien (S. 8). Dann unterwirft er das westliche Medien, siegt über den König Rusas von Urarthu, zwingt Mita, den König der Muski (Midas von Phrygien, S. 8), zur Huldigung. Cypern tributpflichtig. Inzwischen hat sich in Babel Mardukbaliddin, Fürst der Kaldi, von Elam her unterstützt, der Herrschaft bemächtigt; Sarrûkîn besiegt ihn 710 und stellt die Vereinigung beider Reiche wieder her. Elam bleibt selbständig. Neue Residenz Dûr-Sarrûkîn (Chorsâbâd) nördlich von Ninive. Sein Sohn

705–681.

Sinachirib (Sanherib) behauptet Syrien gegen die Ägypter, belagert aber Tyros und Jerusalem vergeblich (König Hiskia), zerstört die Stadt Babel nach abermaligem Aufstande der Einwohner.

681–668.