Herrschaft der vom Zagrosgebirge her eingedrungenen Kassu (Kossäer) über Babel;[5] seit etwa 1250 wieder einheimische Könige.

Um 1500.

Reich Assur am oberen Tigris. Alte Hauptstadt gleichen Namens; spätere Residenzen der Könige sind Ninua (Ninive)[6] und Kalach. Ausbildung des Kriegswesens und geordnete Verwaltung; die Jahre werden nach dem Wechsel der obersten Staatsbeamten (Limu) gezählt.

Um 1450.

König Assurubállit von Assur, befreundet mit Burnaburjasch von Babel, zerstört das Nachbarreich der Mitani am oberen Euphrat. Lange Zeit bestehen die drei Reiche Babel, Elam, Assur nebeneinander, verbunden durch Handelsverkehr, aber auch öfters in Feindschaft. Tiglatninib von Assur herrscht um 1280 eine Zeitlang auch über Babel, Nabukudrossor I. (Nebukadnezar I.) von Babel ist um 1130 siegreich gegen Elam, führt die geraubte Mardukstatue aus Susa zurück.

Um 1100.

Tiglatpilêsar I. von Assur schlägt einen Angriff der kleinasiatischen Muski (S. 15) zurück, dringt erobernd vor nach Naīri (den Gebieten nördlich vom oberen Tigris) und nach Nordsyrien, wo das Reich der Hethiter (S. 5) sich in kleinere Staaten aufgelöst hat; er erreicht bei Arwad (Aradus) in Phönizien das Mittelmeer. Die nächstfolgenden Könige haben diesen Umfang der Herrschaft nicht behauptet; dann aber folgt die Gründung der Assyrischen Großmacht.

885–860.

Assurnâssirpal (III.) erobert die Länder am oberen Euphrat und Nordsyrien und dringt wieder bis zum Mittelmeer vor. Tyrus und Sidon zahlen Tribut.

860–825.