Krieg gegen die Parther, unter Oberleitung des L. Verus, der sich aber bald in Antiochia dem Wohlleben hingibt, während seine Legaten den Krieg glücklich führen. Ein Teil Mesopotamiens wird wieder römische Provinz (S. 130).

166–180.

Krieg mit den Markomannen und Quaden (in Böhmen).

Marcus Aurelius kämpft mit wechselndem Glück gegen die immer von neuem andringenden Barbaren. Während eines kurzen Friedens mit ihnen Besiegung des aufständischen Avidius Cassius in Syrien, 175. Triumph in Rom 176; der Senat errichtet dem Kaiser eine Reiterstatue, die noch heute das Kapitol schmückt. Ehe es dem Kaiser gelingt, die Grenze des Reiches an der Donau völlig zu sichern, stirbt er in Vindobŏna (Wien). Ihm folgt sein entarteter Sohn

180–192.

Commodus,

der mit den Germanen Frieden schließt und sich in Rom, die Regierung meist den Praefectis praetorio (S. 122) überlassend, Ausschweifungen und seinem immer mehr hervortretenden Hange zu Grausamkeiten hingibt. Er wird endlich von seiner Umgebung ermordet.

Silbernes Zeitalter der römischen Literatur.

Philosophische Schriften und Briefe des Stoikers L. Annaeus Seneca († 65); sein Neffe M. Annaeus Lucanus verfaßt ein Epos Pharsalia. Epigramme des Martialis, Satiren des Persius und Iuvenalis. M. Fabius Quintilianus Lehrer der Rhetorik, Verfasser der Institutio oratoria. Ein Werk umfassender Gelehrsamkeit ist die Naturalis historia des C. Plinius Secundus († 79). Briefsammlung seines Neffen, des jüngeren Plinius, welcher mit dem Geschichtschreiber Cornelius Tacitus († 117), dem hervorragendsten Schriftsteller dieser Zeit, befreundet war; Tacitus’ Germania 98, Plinius Statthalter in Bithynien 111. — Kaiserbiographien des C. Suetonius.

Nachblüte der griechischen Literatur.