Rundreisen durch die Provinzen des Reiches (121–126, 129–134), um überall die Wohlfahrt zu fördern; sein Günstling und Begleiter Antinous; längerer Aufenthalt in Athen, wo er einen neuen Stadtteil anlegt und den Zeustempel (S. 36) vollendet. In Rom erbaut er den Doppeltempel der Venus und Roma; sein großes Grabmal Mausoleum Hadriani, jetzt die Engelsburg. Seine Villa bei Tibur (Tivŏli) mit prächtigen Gartenanlagen. In Britannien Grenzwall gegen die Picten und Scoten (von Newcastle bis zum Solwaybusen).

Sammlung der Edikte früherer Prätoren (Edictum perpetuum) durch den Rechtsgelehrten Salvius Iulianus; daran knüpft sich die weitere Ausbildung der Rechtsgelehrsamkeit, welche für den inneren Bestand des großen Reiches von der höchsten Bedeutung war.

132–135.

Aufstand der Juden wegen Anlegung der Kolonie Aelia Capitolina an der Stelle des zerstörten Jerusalem. Ihr Anführer Bar-Kochba. Verzweifelter Kampf; Niederlage und Zerstreuung der Juden. Eine christliche Gemeinde sammelt sich bald wieder an der heiligen Stätte; der Name Jerusalem wird später wieder hergestellt.

138–161.

Antoninus Pius (Titus Aurelius Antoninus Pius),

von Hadrian adoptiert. Friedliche, segensreiche Regierung, jedoch die Grenzen des Reiches kräftig gegen die Angriffe der Barbaren geschützt. Zweiter Grenzwall in Britannien (vom Forth zum Clyde). Gemäß der von Hadrian festgesetzten Erbfolgeordnung folgt ihm sein Neffe

161–180.

Marcus Aurelius Antoninus, weiser und tätiger Regent, hochgebildet (Schüler des Redners Cornelius Fronto), stoischer Philosoph, bis 169 gemeinschaftlich mit seinem Adoptivbruder, dem ausschweifenden Lucius Verus.

162–165.