Caracalla (M. Aurelius Antoninus)

ermordet seinen Bruder und Mitregenten Geta mit Tausenden seiner Anhänger, darunter Papinianus. Durch die Constitutio Antoniniana 212 Erteilung des römischen Bürgerrechts an alle freien Provinzialen. Aber auch von der Grausamkeit und Habsucht des Kaisers werden die Provinzen in weitem Umfange betroffen (das Blutbad in Alexandrīa 215).

Caracalla bekämpft 213 die Alamannen jenseits des Grenzwalls, 214 die Goten an der unteren Donau, greift 216 die Parther an, wird in Mesopotamien auf Anstiften des Praefectus praetorio Macrinus ermordet. Dieser, vom Heere zum Nachfolger erwählt, erkauft von den Parthern den Frieden. Die Soldaten rufen zum Imperator aus den 14jährigen Varius Avitus Bassianus, genannt

218–222.

Elagabălus, Sonnenpriester zu Emĕsa in Syrien, der für einen Sohn Caracallas ausgegeben wird. Macrinus, bei Antiochia besiegt, wird in Kleinasien verhaftet und hingerichtet. Elagabalus überläßt sich in Rom den schändlichsten Ausschweifungen; die Regierung führt seine Großmutter Julia Maesa, Schwester der Mutter Caracallas. Er wird von den Prätorianern ermordet; ihm folgt sein Vetter

222–235.

Alexander Severus,

von den besten Absichten beseelt, aber schwankend und nicht energisch, geleitet von seiner Mutter Julia Mamaea, Tochter der Julia Maesa, und von den Rechtsgelehrten Domitius Ulpianus und Julius Paulus. Seine Maßregeln zur Herstellung der Mannszucht im Heere veranlassen Empörungen; bei einer derselben wird Ulpianus, der Befehlshaber der Prätorianer, ermordet.

226.

Infolge der Auflösung des Partherreiches unter den Arsakiden (S. 65) und Stiftung des Neupersischen Reichs (Dynastie der Sassaniden) erwächst dem römischen Reiche ein neuer gefährlicher Feind im Orient, doch wird im Kriege (231–33) die Reichsgrenze vorerst noch behauptet, Nach Ermordung des Alexander Severus am Rhein erheben die Soldaten auf den Thron ihren Feldherrn