Chlodwig besiegt die Westgoten bei Voullon oder Voullé (unweit Poitiers) und besetzt ihr Land bis zur Garonne: in Arles behaupten sie sich mit Hilfe der Ostgoten. Theoderich vereinigt die Provence mit seinem Reiche und übernimmt die vormundschaftliche Regierung für seinen Enkel Amalarich, den Sohn des bei Voullon gefallenen Westgotenkönigs Alarich II.

526.

Theoderich † zu Ravenna; sein Grabmal dort erhalten. In den deutschen Heldenliedern erscheint er als Dietrich von Bern (Verona).

Das Westgotenreich behauptet sich in Spanien (Hauptstadt Toledo) bis 711. Gegen das Vandalenreich und das Ostgotenreich erhebt sich die wieder erstarkte Macht des oströmischen Kaisertums.

534.

Belisar, Feldherr des oströmischen Kaisers Justinian (S. 147), zerstört das Vandalenreich in Afrika.

Verfall des Vandalenreichs seit Genserichs Tode (477). Den letzten König Gelimer nimmt Belisar gefangen.

535–553.

Vernichtungskrieg Justinians gegen das Ostgotenreich.

Veranlassung: Amalaswintha, Tochter Theoderichs d. Gr., 526–534 Regentin für ihren unmündigen Sohn Athalarich, wird nach dessen Tode ermordet von Theodahad, den sie zum Mitregenten angenommen hat. Kaiser Justinian tritt als ihr Rächer auf.