Der Merowinger Chlodwig (Chlodovech), König der salischen Franken (481–511), besiegt bei Soissons den römischen Statthalter Syagrius und vernichtet dadurch den letzten Rest des weströmischen Reiches.

496.

Chlodwig besiegt die Alamannen im Elsaß (nicht bei Zülpich, wo früher ein Kampf zwischen Alamannen und ripuarischen Franken stattgefunden hatte). Chlodwig gelobt in der Schlacht, Christ zu werden, nimmt mit seinem Volke die katholische Lehre an, wird in Reims vom Bischof Remigius getauft.

500.

Chlodwig besiegt die Burgunder bei Dijon, doch behauptet König Gundobad seine Herrschaft. Durch List und Gewalt macht Chlodwig sich zum Alleinherrscher aller Franken, s. unten und S. 145 ff.

493–553.

Ostgotenreich in Italien.

Theoderich der Große, christlicher König der Ostgoten, führt nach Übereinkunft mit dem oströmischen Kaiser Zeno, der ihm den Rang eines Patricius (S. 138) und Konsuls verlieh, sein Volk aus Pannonien nach Italien, siegt über Odovakar am Isonzo 489, belagert ihn in Ravenna, läßt ihn 493 nach Einnahme der festen Stadt hinrichten. Er sorgt in Italien für Erhaltung der römischen Kultur und friedliches Zusammenleben von Römern und Goten. Seine Regierung für Italien eine Zeit des Glückes und Wohlstandes. Sein Minister Cassiodorius schreibt die Geschichte der Goten und verkündet Gesetze in lateinischer Sprache. Doch bleibt der Zwiespalt zwischen beiden Nationen, da die Goten Arianer sind. Boëthius und Symmachus 525 hingerichtet wegen geheimer Verbindungen mit dem oströmischen Kaiser.

Theoderich schließt Frieden mit den Vandalen, welche ihre Raubzüge gegen Italien aufgeben, nimmt die Alamannen und Westgoten gegen die wachsende Macht des Frankenreiches in Schutz, waltet als Friedenshort und Völkerhirt unter seinen germanischen (arianischen) Stammverwandten.

507.