Attila zieht nach Italien, zerstört Aquileia, dessen Bewohner in die Lagunen flüchten (Entstehung der Stadt Venedig). Er verwüstet die Po-Ebene, bedroht Rom, kehrt aber um auf Bitten einer Gesandtschaft, an deren Spitze der römische Papst Leo I. steht.
453.
Attila stirbt in Pannonien; nach seinem Tode Zerfall des Hunnenreiches. Die bisher den Hunnen unterworfenen germanischen Völker werden frei; die Gepiden begründen ein Reich in Dacien, die Ostgoten in Pannonien.
Vordringen slavischer Völker in die von den Germanen verlassenen Gebiete bis zur Elbe.
455.
Rom nach Ermordung Valentinians III. 14 Tage lang von den Vandalen geplündert, welche Eudoxia, die Witwe Valentinians, herbeigerufen haben soll. Die Vandalen beherrschen die Nordküste Afrikas bis Kyrēne und die Inseln des westlichen Mittelmeeres.
476.
Odovakar, Anführer von Herŭlern und anderen Germanen in römischem Solde, wird nach Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Herrscher in Italien (vgl. S. 138).
Gründung des Frankenreiches in Gallien.
486.