Die Vandalen (Arianer) gründen eine Seemacht und beginnen die Küsten und Inseln des Mittelmeeres zu plündern. Ihre früheren Wohnsitze in Spanien werden von den Westgoten in Besitz genommen.

443.

Die Burgunder, unter ihrem König Gundahar, von dem römischen Feldherrn Aëtius mit Hilfe hunnischer Söldner besiegt, erhalten Wohnsitze an der oberen Rhone und Saône. Die Alamannen breiten sich (an Stelle der Burgunder) über die frühere römische Provinz Germania superior (Elsaß) und die Schweizer Ebene aus.

449.

Britannien besetzt von Sachsen, Angeln und Jüten, die von den Briten gegen die räuberischen Stämme der nördlichen Gebirge (Picten und Scoten) zu Hilfe gerufen werden. Sie setzen (nach der Sage unter den Führern Hengist und Horsa) nach Britannien über und gründen dort 7 Staaten: Kent, Sussex, Wessex, Essex, Ostangeln, Mercia, Northumbria. Die christlichen Briten werden teils nach der Westseite der Insel (Wales, Sagen von König Artus) gedrängt, teils siedeln sie nach der Küstenlandschaft Aremorica (Bretagne) in Gallien über.

451.

Attila (Etzel), König der Hunnen, bricht verheerend in Gallien ein; in seinem Gefolge auch die Heerscharen der ihm unterworfenen germanischen Völker, Ostgoten, (Attila gotisch = Väterchen) Gepiden, Heruler, Rugier u. a. Er belagert vergeblich Orléans (Civitas Aureliani).

451.

Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (nach Catalaunum, d. i. Châlons-sur-Marne, das Schlachtfeld selbst näher bei Troyes). Attila von dem römischen Heer unter Aëtius und den Westgoten (mit Hilfstruppen der Burgunder, Franken u. a.) in gewaltigem Kampfe besiegt, geht über den Rhein zurück.

452.