410–415.

Athaulf, Alarichs Schwager, führt die Westgoten nach Gallien, vermutlich infolge eines Übereinkommens mit dem Kaiser Honorius zur Bekämpfung der dort eingedrungenen Germanen. Er vermählt sich in Narbo 414 mit Placidia, Schwester des Honorius, wird aber bald darauf von dem kaiserlichen Feldherrn Constantius angegriffen, zieht nach Spanien, erobert Barcelona, wird dort ermordet. Sein Bruder

415–419.

Wallia schließt wiederum Vertrag mit Honorius, sendet Placidia zurück und kämpft für die Römer gegen Vandalen, Alanen und Sueben. Ihm wird das südliche Gallien unter römischer Hoheit abgetreten.

415–711.

Westgotenreich in Südgallien und Spanien, bald von Rom unabhängig. Hauptstadt Tolosa (Toulouse), später Toledo.

429.

König Genserich führt die Vandalen aus Spanien nach Afrika hinüber, herbeigerufen von dem abtrünnigen römischen Statthalter Bonifatius, der nachher vergeblich die Eingedrungenen bekämpft. Augustinus, Bischof von Hippo Regius, † 430 während der Belagerung dieser Stadt durch die Vandalen. Karthago, die Hauptstadt der römischen Provinz, wird erst 439 von ihnen erobert.

429–534.

Vandalenreich in Afrika.