Alarichs erster Einfall in Italien, Stilicho tritt ihm entgegen. Schlacht bei Pollentia (402); Alarich kehrt nach Illyrien zurück.
405.
Germanische Heerhaufen, namentlich Ostgoten unter Radagais, fallen in Italien ein, werden aber von Stilicho mit Hilfe der rheinischen Legionen bei Fäsulä besiegt und durch Kampf und Hunger aufgerieben. Die Rheingrenze seitdem verloren.
406.
Heerhaufen von Vandalen, Sueben und Alanen ziehen aus den Donauländern unter hartem Kampf mit den Franken über den Rhein und brechen dann 409 in Spanien ein. Die Vandalen besetzen den südlichen Teil (Andalusien = Vandalicia), die Alanen den Südwesten (Lusitanien), die Sueben den Nordwesten (Gallaecia).
Um dieselbe Zeit breiten sich die salischen Franken im nördlichen Gallien aus; die Burgunder setzen sich am mittleren Rhein fest, Worms ihre Hauptstadt.
408.
Stilicho gestürzt und auf Befehl des Kaisers Honorius ermordet. Alarichs zweiter Einfall in Italien, er belagert Rom, zieht aber gegen Lösegeld ab. Da der kaiserliche Hof zu Ravenna sich weigert, den Goten Landbesitz in Noricum zu gewähren, rückt Alarich zum zweiten Male vor Rom (409) und erzwingt vom Senate die Ernennung des Stadtpräfekten Attălus zum Gegenkaiser. Alarich belagert Honorius vergeblich in Ravenna, entzweit sich mit Attalus, setzt ihn ab und rückt zum dritten Male vor Rom.
410.
Einnahme und Plünderung Roms durch Alarich. Er zieht darauf nach Unteritalien, um nach Sicilien und von da nach Afrika überzusetzen, stirbt aber unterwegs (im Busento bei Cosenza begraben).