Ludwig der Fromme † auf einer Rheininsel bei Ingelheim; der Zwist der Söhne dauert fort.
841.
Schlacht bei Fontenay (unweit Auxerre an der Yonne); Ludwig und Karl siegen über Lothar.
Sie befestigen ihr Bündnis 842 durch die Eide zu Straßburg, in welchen die Scheidung der deutschen und französischen Sprache im Frankenreiche deutlich hervortritt.
843.
Vertrag zu Verdun, Teilung des Reiches.
Kaiser Lothar erhält Italien und Mittelfranken, begrenzt östlich vom Rhein, westlich von Rhone, Saône, Maas und Schelde, mit den Hauptstädten Rom und Aachen;
Ludwig der Deutsche erhält Ostfranken, das rechtsrheinische Land, dazu auf dem linken Rheinufer die Gaue von Mainz, Worms, Speier (propter vini copiam).
Karl der Kahle erhält Westfranken (Neustrien, Aquitanien, Burgund).
In Ludwigs Reich überwiegt die germanische, in Karls Reich die romanische Bevölkerung. So entwickeln sich fortan Deutschland und Frankreich als nationale Staaten. Die Ostfranken nennen ihre Sprache im Gegensatz zu der römischen Sprache der gelehrten Geistlichkeit die deutsche, d. h. die volkstümliche; allmählich werden die deutschredenden Stämme als Deutsche vereinigt.