Auflösung des Kalifats von Cordŏva in eine Menge kleiner Herrschaften. Die Morabethen aus Mauretanien zu Hilfe gerufen, stellen sich mit Erfolg dem Andrängen der Christen entgegen (1086 Schlacht bei Salaka unweit Badajoz) und reißen dann die Herrschaft des mohammedanischen Spaniens an sich.
Christliche Reiche: Asturien, seit Alfons III. († 910) bis zum Duero reichend, nach der neuen Residenz auch Königreich Leon genannt, mit dem Grenzgebiet Kastilien, das seinen Namen von den gegen die Araber errichteten Kastellen hat. Navarra, ursprünglich fränkische Grafschaft, seit 905 Königreich, erweitert durch Eroberung der Landschaft Aragon am oberen Ebro. Barcelona, ebenfalls fränkische Grafschaft (S. 152), seit etwa 900 unabhängig unter einer erblichen Dynastie.
1035.
Sancho III., der Große, König von Navarra, auch über Kastilien herrschend, teilt sein Reich unter seine Söhne. Der zweite, welcher Kastilien erhält, gewinnt bald auch Leon hinzu; der dritte erhält Aragon als Königreich. Daher fortan die drei Königreiche Navarra, Kastilien, Aragon, daneben die Markgrafschaft Barcelona (Katalonien).
König Alfons VI. von Kastilien, Enkel Sanchos d. Gr., erobert 1085 Toledo; der kastilische Ritter Rodrigo Diaz, von den Arabern Cid, d. h. Herr, genannt, erobert 1094 Valencia, doch fällt es nach seinem Tode wieder in die Hände der Araber.
§ 5. Der Osten.
867–1057.
Das oströmische Reich unter der makedonischen Dynastie.
Basilius I. (867–886), durch Ermordung seines Vorgängers Michael III. auf den Thron gelangt, regiert kraftvoll, wehrt die Araber in Kleinasien und zur See ab, mildert den Steuerdruck, verbessert die Rechtspflege. Seine beiden Nachfolger Leo VI. und Konstantin VII. Porphyrogennetos Beschützer der Wissenschaften. Nikëphoros II. (963–969) kämpft glücklich gegen Araber und Bulgaren; Basilius II. (976–1025) unterwirft die Bulgaren in blutigen Kämpfen.
1043.