Schlacht bei Hastings (spr. Hēstings) gegen Wilhelm den Eroberer, Herzog von der Normandie, der sich in Westminster zum König von England krönen läßt. König Malcolm von Schottland schließt mit ihm Vertrag.

Dänemark, Norwegen, Schweden bestehen seit Anfang des 11. Jahrhunderts als christliche Königreiche (Olaf der Heilige in Norwegen † 1030) nebeneinander, noch oft von wildem Streit erfüllt. Am meisten kommt Dänemark empor unter dem Neffen Knuds d. Gr. Svend Estridson († 1076) und dessen Söhnen.

Fernere Staatengründungen der Normannen:

1. Schwedische Waräger fahren über die Ostsee; ihr Fürst Rurik gründet 862 durch Vereinigung slavischer Stämme das russische Reich (Hauptstadt Nowgorod, dann Kiew). Rußland entwickelt sich unter den Ruriks (862–1598) als slavischer Staat im Anschluß an das oströmische Reich. Großfürst Wladimir der Große, vermählt mit der Tochter eines oströmischen Kaisers, führt 988 das Christentum nach griechischer Lehre ein.

2. Norwegische Wikinger kommen um 860 nach Island, 983 nach Grönland (Erich der Rote), um 1000 nach der Küste Nordamerikas (Vinland). Diese Niederlassungen von den Eskimos zerstört. Bestand hat dagegen der Freistaat auf der Insel Island. Hier werden um 1100, als das Christentum bereits eingeführt ist, die nordischen Götter- und Heldensagen in der poetischen oder Lieder-Edda aufgezeichnet (ergänzt durch die jüngere prosaische Edda von dem Isländer Snorri Sturluson um 1230). Island wird 1262 mit Norwegen vereinigt.

3. Der Normannenstaat in Unteritalien, um 1020 von christlichen Normannen aus der Normandie gegründet (vgl. S. 163), nimmt italienische und arabische Kultur an. Bald treten sie in enge Beziehungen zum Papst. Von Robert Guiskard (S. 167) wird das ganze unteritalische Festland, von seinem Bruder Roger Sicilien den Sarazenen entrissen. Herzog Roger wird 1130 vom Papste in Palermo als König von Neapel und Sicilien gekrönt.

§ 4. Die Pyrenäische Halbinsel.

955–1031.

Kalifat von Cordŏva, gegründet von dem Omaijaden Abdurrahman (s. S. 150). Glänzendste Zeit im 10. Jahrh. (Abdurrahman III, Hakem II., der Feldherr Almansur). Das volkreiche Cordŏva Sitz der Wissenschaften und Künste.

1031.