Zweiter Zug nach Italien. Lothar vertreibt den Normannenfürsten Roger II. auf kurze Zeit vom italischen Festlande, stirbt auf dem Rückwege in Bayern, nachdem er Heinrich dem Stolzen die Mathildischen Güter und das Herzogtum Sachsen übertragen hat.
Unter Lothars Regierung erfolgreicher Wiederbeginn der deutschen Kolonisation im Norden und Osten des Reiches. Drei Fürstenhäuser, welche dafür viel geleistet haben, verdanken ihm ihre Einsetzung: die Schauenburger in Holstein, die Wettiner in Meissen, die Askanier in Brandenburg (Albrecht der Bär 1134, Markgraf der Nordmark, (Altmark)). Bei den wendischen Pommern predigt Bischof Otto von Bamberg 1124 und 1127 das Christentum.
1138–1254.
Haus der Hohenstaufen (Staufer), nach der Burg Staufen in Schwaben benannt.
1188–1152.
Konrad III., von der dem sächsischen Hause feindlichen Partei ohne Beteiligung der Sachsen und Bayern gewählt.
Kampf der Welfen gegen die Staufer (letztere auch Waiblinger genannt nach der Burg Waiblingen in Schwaben). In Italien heißen die Parteinamen Guelfen und Ghibellinen.
König Konrad spricht über Heinrich den Stolzen die Acht aus und verleiht das Herzogtum Sachsen an Albrecht den Bären, Bayern an Leopold IV., Markgrafen von Österreich. Während des Kampfes stirbt Heinrich der Stolze 1139. Die sächsischen Großen halten zu seinem 10jährigen Sohne Heinrich; in Bayern und Schwaben kämpft sein Bruder Welf VI. für seinen Neffen.
1140.
Schlacht bei Weinsberg (unweit Heilbronn), Sieg Konrads über Welf VI., die Stadt muß sich ergeben. (Die treuen Weiber von Weinsberg).