3. Deutscher Orden, aus einer bei der Belagerung von Akkon 1190 gestifteten Brüderschaft für Krankenpflege[32] zum ritterlichen Orden umgewandelt 1198. Weißer Mantel, schwarzes Kreuz. Ordenssitz in Akkon. Unter dem Hochmeister Hermann von Salza wird 1226 der Orden von dem polnischen Herzog Konrad von Masovien zur Bekämpfung der heidnischen Preussen eingeladen, von Kaiser Friedrich II. dazu bevollmächtigt und im Besitz des Landes Kulm sowie der künftigen Eroberungen bestätigt. Hermann Balk, erster Landmeister in Preußen, welches durch blutige Kämpfe 1230–1283 unterworfen wird. Im Jahre 1291 wird der Sitz des Hochmeisters nach Venedig, 1309 nach Marienburg, 1457 nach Königsberg verlegt. 1525 wird das Ordensland weltliches Herzogtum. Die katholisch bleibenden Ritter behaupten sich im Besitz der deutschen Güter; Sitz ihres Hochmeisters zu Mergentheim in Franken. Der Orden wird 1809 aufgehoben.
In allen drei Orden: Ritter, Priester, dienende Brüder.
§ 2. Deutschland und Italien.
1125–1137.
Lothar von Sachsen, gewählt auf Betreiben der Erzbischöfe von Mainz und Köln, (er läßt seine Wahl vom Papst bestätigen) im Gegensatz zu den Neffen Heinrichs V., Friedrich und Konrad von Staufen. Er bekämpft sie mit Hilfe seines Schwiegersohnes Heinrichs des Stolzen, Herzogs von Bayern, aus dem Welfenhause (S. 166). Konrad läßt sich in Italien zum König krönen, wird aber bald von seinen Anhängern verlassen; Friedrich verteidigt sein Herzogtum Schwaben; beide unterwerfen sich erst 1135.
1130.
Lothar entscheidet bei einer zwiespältigen Papstwahl für Innocenz II., zieht dann 1131 nach Dänemark und benutzt einen Thronstreit daselbst, um den König Magnus zum Vasallen des Reiches zu machen; dann 1132 Zug nach Italien.
1133.
Lothar, in Rom von Innocenz II. zum Kaiser gekrönt, nimmt die Allodien der Markgräfin Mathilde von Tuscien († 1115) vom Papste zu Lehen, kehrt nach Deutschland zurück, ohne den Gegenpapst Anaklet, der sich auf die Normannen stützt (S. 171), aus Rom vertrieben zu haben.
1136–1137.