Astyages (babylonisch Ischtuvegu). Er macht einen Vorstoß gegen das neubabylonische Reich und belagert um 555 Harrân. Seine Erfolge werden vereitelt durch den Aufstand der Perser, eines medischen Vasallenstaates in Elam, unter Kurusch II.
Um 630.
Die Perser dringen aus ihrem Gebirgslande im Südwesten Irans nach Elam vor und gründen hier unter dem Achämeniden Tschischpisch (Teïspes bei Herodot) das Königreich Antschan. Hier herrschen die Könige Kurusch I. und Kambudschija I., dann des letzteren Sohn
558–529.
Kyros (Kurusch II.), welcher 550 seinen Lehnsherrn Astyages stürzt und die medische Hauptstadt Hagmatâna erobert. Er vereinigt die persischen Stämme unter seiner Herrschaft und gründet das große
559–330.
Persische Reich,
welches die Völker Vorderasiens zu einer politischen Einheit zusammenfaßt. Ihm gehorchen die früher den Medern unterworfenen Völker Irans, die Armenier und Kappadoker; er stürzt das lydische Reich (S. 16), und während seine Feldherren Mazares und Arpagos die Griechenstädte an der kleinasiatischen Küste unterwerfen, erobert er Babylon. Das babylonische Reich wird dem persischen angegliedert (S. 11), jedoch in Sitte und Religion nicht angetastet. Die phönikischen Städte und die Kilikier behalten ihre einheimischen Könige unter persischer Oberhoheit, in den Griechenstädten werden persisch gesinnte Fürsten (Tyrannen) eingesetzt, den Juden wird die Rückkehr nach Palästina gestattet. Hauptstadt zunächst wohl Susa, denn Kyros’ Stammland Antschan gehörte zu Elam.
Die Meder sind in diesem Reiche zunächst den Persern gleichgestellt, ebenso wie die Babylonier; auch aus ihnen nimmt der König seine Beamten. Bei den Persern herrschen einfache Sitten; als kräftiges Gebirgsvolk sind sie den in der Kultur vorgeschrittenen Nachbarvölkern überlegen. Kyros fällt 529 im Kampfe gegen die Nomaden im Nordosten des Reiches (Massageten, ihre Königin Tomyris nach Herodot); sein Grabmal zu Pasargădã ist erhalten. Sein Sohn und Nachfolger
529–522.