263–226.

Açoka durch milde und sorgsame Regierung berühmt. Blütezeit des Buddhismus; die Stupa, Kuppelbauten zum Schutz der Reliquien Buddhas, Bhagavāti die pyramidenförmig aufsteigenden Tempel (Pagoden). Anlage von Straßen, Brunnen, Krankenhäusern (auch für Tiere). Inschriften bezeugen seine Beziehungen zu den Herrschern der Diadochenreiche.

Im Reiche Magadha lebte im 6. Jahrhundert nach Chr. der Dramendichter Kalidâsa (Sakuntăla). Im 3. Jahrhundert gelangt die Brahmalehre wieder zur Herrschaft; der Buddhismus breitet sich nach Hinterindien, Tibet, China, Japan aus. Das Eindringen fremder Eroberer beginnt erst in der Zeit des Islam.

§ 3. Die Iranier.

Das Hochland Iran (Ariân, Land der Arier) ist ein Land der Gegensätze; zwischen schneebedeckten Gebirgen und glühenden Sandwüsten liegen oasenartig Strecken fruchtbarsten Bodens, die natürlichen Mittelpunkte des Landes. Am stärksten bewohnt sind die Gebirgsländer am Rande des Hochlandes; im Westen Medien und Persien, im Norden Hyrkanien und Parthien, im Osten Baktrien und Arachosien; dort hat sich in der Landschaft Arīa (Herat) auch der alte Gesamtname erhalten.

Der alte Götterglaube erfuhr auch hier eine priesterliche Umbildung durch die Lehre des Zarathuschtra (Zoroaster), der in unbekannter Zeit unter einem Fürsten Vistâspa lebte. Als Staatsreligion erscheint diese Lehre erst unter Dareios I., um 520. Über die anderen Götter erhebt sich Ahura-Mazda (Ormuzd), Beschützer des Ackerbaues und Verteidiger der Wahrheit; ihm stehen zur Seite die 6 guten Geister, Amĕscha-Spenta. Sein Dienst fordert die Bekämpfung der verderblichen Mächte, an deren Spitze Angramanjusch (Ahriman) steht. Keine Götterbilder und Tempel; nur Feueraltäre im Freien, namentlich auf Bergen; das Feuer gilt als heiliges Symbol der Reinheit. Später (um 400 v. Chr.) finden auch Götter der alten Volksreligion wieder große Verehrung, namentlich Mithra, der Gott des Sonnenlichts, und Anāhĭta, Göttin der Gewässer, denen man auch Bilder und Tempel errichtet. Heiliges Buch Avesta, nur zum Teil erhalten in einer aus der Sassanidenzeit (3. Jahrhundert nach Chr.) stammenden Bearbeitung. Die Priester (Magier) zu einer erblichen Kaste vereinigt.

Die Meder im nordwestlichen Gebirgslande, seit 835 den Assyrern Untertan (S. 9), doch oft sich empörend, befreien sich zur Zeit des Einbruchs der Skythen (S. 10). Schon um 670 wird Kastarita, ein medischer Fürst, von den Assyrern als gefürchteter Gegner genannt. Nach Herodot ist Deiokes (700 bis 647) als der Begründer des medischen Reiches anzusehen. Der Befreier Mediens von den unter Partatua (Protothyas bei Herodot) infolge des babylonisch-assyrischen Krieges in großen Scharen (S. 10) eingedrungenen Skutscha (Skythen), die unter Madyas, dem Sohn Partatuas, 28 Jahre über »Asien« herrschten, war

624–585.

Kyaxâres, vermutlich ein Nachkomme Kastaritas. Er ist wohl der eigentliche Gründer des Mederstaates, schuf ein stehendes Heer, stand im Bunde mit Babylonien (S. 10). Er zerstört Ninive, kämpft mit den Lydern (S. 15) und dehnt seine Herrschaft über andere iranische Stämme (Sagartier, Hyrkanier, Parther) aus. Sein Reich vom Halys im Westen bis an die Grenze Elams (zu Babylon) im Südosten. Residenz Hagmatâna (Agbatana). Sein Nachfolger ist

584–550.