Reform der Rechtspflege durch die Beschlüsse von Clarendon, namentlich werden die Vorrechte der Geistlichen beschränkt. Deswegen Streit mit dem Erzbischof Thomas Becket von Canterbury, welcher von Anhängern des Königs 1170 ermordet wird.
1171.
Kriegszug nach Irland, die Fürsten der Insel unterwerfen sich der englischen Lehnshoheit. Durch einen Aufstand wird ein Teil wieder selbständig.
1174.
Heinrichs Buße am Grabe des auf sein Anstiften ermordeten Erzbischofs; seine aufständischen Söhne müssen sich unterwerfen. Die Gerichtsbarkeit über die Geistlichen wird durch Verträge mit Papst Alexander III. geregelt.
1189–1199.
Richard Löwenherz, in ritterlichen Kämpfen hervorragend, aber ohne Mäßigung. Kreuzzug, Gefangenschaft in Deutschland (S. 176), dann Kriege mit Philipp II. Augustus von Frankreich. Richards Bruder
1199–1216.
Johann (ohne Land) läßt seinen Neffen Arthur von der Bretagne, der ihm den Thron streitig macht, ermorden, wird deshalb als französischer Vasall (S. 192) von Philipp II. vor den französischen Lehnsgerichtshof geladen, verliert 1204 die Normandie, bald auch die übrigen französischen Lehen bis auf Guyenne an die Krone Frankreich. — Streit mit Papst Innocenz III. über die Wahl eines Erzbischofs von Canterbury (1205). England mit dem Interdikt, Johann mit dem Bann belegt. Der König unterwirft sich dem Papst und leistet ihm den Lehnseid (1213). Während er dann von La Rochelle aus die verlorenen Gebiete in Frankreich zurückzuerobern versucht, werden seine Verbündeten, der Graf von Flandern und Otto IV. von Deutschland, bei Bouvines geschlagen (1214 s. S. 186). Aufstand der großen Vasallen; sie erzwingen auf der Wiese Runnymede bei Windsor die Bewilligung der
1215.