1066–1154.

Normannische Könige.

1066–1087.

Wilhelm I., der Eroberer, Sohn Roberts II, des Teufels, vollendet in blutigen Kämpfen die Unterwerfung der Angelsachsen und richtet den normannischen Lehnsstaat ein, aber mit Beibehaltung der angelsächsischen Grafschaftseinteilung und Gerichtsverfassung. Aufzeichnung der Rechtsverhältnisse und Abgaben der Grundbesitzer im Domesdaybook (von domus dei): Ritterlehen, Kirchengüter, städtischer Besitz, freie Bauerngüter, Höfe der Unfreien. Zwei Volksstämme und zwei Sprachen, die sächsische und die französische, bestehen noch lange Zeit in England nebeneinander; König und Adel sind französische Normannen.

Wilhelms I. ältester Sohn Robert erbt die Normandie; in England folgen die jüngeren Söhne, zuerst Wilhelm II., dann Heinrich I., welcher 1106 auch die Normandie in Besitz nimmt. Ihm folgt sein Schwestersohn Stephan von Blois, gegen welchen Heinrichs Tochter Mathilde, vermählt mit dem Grafen Gottfried von Anjou, Erbansprüche erhebt. Langwierige Kämpfe; endlich wird Mathildens Sohn Heinrich von Anjou als Thronfolger anerkannt.

1154–1399.

Haus Anjou-Plantagenet.[36]

1154–1189.

Heinrich II. besitzt große französische Lehen: 1. Normandie und Bretagne als Erbe der normannischen Könige, 2. Anjou, Maine, Touraine von seinem Vater, 3. durch Heirat mit Eleonore (1152, s. S. 191) Poitou, Guyenne und Gascogne, also im ganzen mehr als halb Frankreich.

1164.