1212.

Großer Sieg der vereinigten Könige und Ritter bei Tolosa (in der Sierra Morena).

1230.

Ferdinand III. vereinigt Leon wieder mit Kastilien, erobert 1236 Cordova, 1248 Sevilla. Sein Sohn Alfons X., der Weise (S. 189) erweitert sein Reich auf Kosten der Mauren. Selbst Philosoph und Astronom (seine Verbesserung der Ptolemäischen Planetentafeln), ist er ein eifriger Förderer der Wissenschaften; Universität Salamanca. Alfons 1282 abgesetzt, † 1284 als Flüchtling bei den Mauren in Sevilla.

1238.

Jakob I. von Aragon erobert Valencia, bald darauf vertreibt Alfons III. von Portugal die Araber aus Algarbe. Nur in Andalusien behauptet sich das arabische Königreich Granāda bis 1492.

§ 6. Der Osten.

Das oströmische Reich ist unter den letzten Komnenen (S. 172) durch Thronstreitigkeiten geschwächt; die Bulgaren machen sich 1186 unabhängig. Das 1204 von den Kreuzfahrern errichtete Lateinische Kaisertum (S. 176) gewinnt keinen festen Bestand; griechische Sprache und Sitte behauptet sich. Unter dem Hause der Paläologen seit 1261 bleibt das Reich von dem Ansturm der Mongolen verschont, wird aber bald danach von den Türken bedrängt.

1206.

Die Mongolen erheben am Amur den Stammfürsten Temudschin zu ihrem Oberhaupt, Tschingis Chan † 1226. Er beginnt große Eroberungszüge, unterwirft Nord-China und vernichtet nach Westen zu das Reich der Chowaresmier, welche seit 1150 die meisten seldschuckischen Sultanate und das frühere Gasnavidenreich (S. 172) erobert hatten. Sein Sohn Oktai macht Karakorum zum Herrschersitz. Sein Enkel Kublai Chan (1260–1294) begründet in China die mongolische Dynastie Jüan (1280–1367), sucht auch Japan zu erobern (S. 220). An Kublais Hofe in Peking der venezianische Reisende Marco Polo (S. 221).