1347–1437.

Luxemburgische Kaiser.

1347–1378.

Karl IV., ein staatskluger Fürst, gelehrt und kunstsinnig. Die bayrische Partei stellt 1349 den Grafen Günther von Schwarzburg als Gegenkönig auf; doch stirbt dieser schon nach wenigen Monaten. In Brandenburg tritt, von Karl begünstigt, der falsche Waldemar gegen die bayrischen Markgrafen auf. (S. Anhang.) 1350 Aussöhnung mit den Wittelsbachern.

1349–50.

Pest (schwarzer Tod) in Deutschland und in fast ganz Europa. Erbitterte Verfolgungen der durch Verleihen von Geld gegen Zinsen reich gewordenen Juden. Sie sollten die Brunnen vergiftet haben. Umzüge der Geißler (Flagellanten).

Karls Hauptsorge ist auf sein Erbland Böhmen gerichtet. Er zieht deutsche Ansiedler heran, baut in Prag den Dom und die Burg Hradschin, stiftet daselbst 1348 nach dem Muster von Paris (S. 192) eine Universität mit vier Fakultäten, die erste in Deutschland. Durch Verträge mit den schlesischen Fürsten (S. 182) vollendet er die schon von seinem Vater angebahnte Vereinigung Schlesiens mit Böhmen; auch die Lausitz kommt zu Böhmen.

1353.

Zutritt Berns zur Eidgenossenschaft, welche nun, immer noch zum deutschen Reich gehörig, Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern (die sogenannten 8 alten Orte) umfaßt.

1354–1355.