§ 2. Frankreich.
1270–1285.
Philipp III., der Kühne (le Hardi), vermählt seinen
1285–1314.
Sohn Philipp IV., den Schönen (le Bel), mit Johanna, Erbin von Navarra. Kampf mit Papst Bonifacius VIII., der dem König die Besteuerung der französischen Geistlichkeit untersagt. Der Papst wird 1313 in Anagni von Verschwörern gefangen genommen, doch von seinen Anhängern befreit, stirbt bald darauf.
1309.
Papst Clemens V., vorher Bischof von Bordeaux, verlegt die päpstliche Residenz nach Avignon (an der Rhone); das Papsttum von Frankreich abhängig (Babylonische Gefangenschaft (1309–1377)).
1312.
Aufhebung des Tempelherrnordens durch Clemens V., auf Antrieb des nach den Schätzen und Gütern des Ordens lüsternen Königs. In Paris werden 54 Ritter verurteilt und verbrannt, zuletzt auch der Großmeister Jakob von Molay (1314). Erwerbung burgundischer Gebiete (s. S. 198). Auf Philipp IV. folgen hintereinander seine drei Söhne Ludwig X., Philipp V., Karl IV., dann nach dem salischen Gesetz, welches die Frauen von der Thronfolge ausschließt[39] (Beschluß der Reichsstände von 1317), das
1328–1498.