Karl der Kühne von Burgund, durch Verpfändung im Besitz der habsburgischen Teile des Elsaß, dringt in das Erzbistum Köln ein, um den abgesetzten Erzbischof zurückzuführen, belagert Neuß, wird aber durch das Anrücken eines Reichsheeres unter Friedrich III. und durch den Angriff der Schweizer auf Héricourt zum Abzug bewogen.
1476.
Karl der Kühne stürzt sich, nachdem er sich Lothringens bemächtigt und den Herzog Renatus vertrieben hat, auf die Schweizer, wird bei Granson und bei Murten geschlagen.
1477.
Karl der Kühne fällt im Kampfe gegen den zurückgekehrten Herzog von Lothringen vor Nancy; seine Tochter Maria vermählt sich mit Friedrichs III. Sohn, Erzherzog Maximilian. Dieser gewinnt dadurch die Niederlande und die Freigrafschaft Burgund (S. 198) für die habsburgische Hausmacht, verteidigt diese Erwerbung im Kriege gegen Ludwig XI. von Frankreich, der die burgundischen Städte in der Picardie und das Herzogtum Burgund als erledigte Mannslehen einzieht.
1490.
Friedrich III., von Matthias Corvinus aus Wien vertrieben (1485), wird nach dessen Tode († 1490) von seinem Sohn Maximilian zurückgeführt.
1491.
Wladislav IV. von Böhmen, nach Corvinus’ Tode auch König von Ungarn, sichert im Frieden zu Preßburg dem Hause Habsburg die Nachfolge zu.
Albrecht II. †1439.
Gem. Elisabeth, Tochter Sigismunds.
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Elisabeth, Ladislaus Postumus,
Gem. Kasimir IV. von Polen. †1457.
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Wladislav,
1471 König v. Böhmen, 1490 König v. Ungarn.
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Ludwig II. †1526. Anna,
Gem. Maria v. Österreich. Gem. Ferdinand I.