Der Kaiser Schi-huang-ti, Begründer der vierten Dynastie, bricht die Feudalherrschaft der Großen, stellt die Einheit des »Reiches der Mitte« her, beginnt den Bau der Großen Mauer (2500 km lang, mit Wachttürmen) zur Abwehr der Einfälle nördlicher Mongolenvölker.
206 vor Chr. bis 263 nach Chr.
Die Han-Dynastie gibt dem Reiche seine größte Ausdehnung und höchste Blüte im Innern. Im Süden werden Tongking, Anam, Cochinchina unterworfen, im Westen das Tarim-Gebiet, im Nordosten Korea.
Seit 65 n. Chr.
Eindringen des Buddhismus. Handelsverbindungen nach dem Westen; den Römern wird die Seide (vestis Serĭca) bekannt. Der römische Kaiser Marcus Aurelius soll 166 eine Gesandtschaft nach China geschickt haben.
220–617.
Zeit innerer Kriege; es bilden sich mehrere Reiche, die aber unter Wuti, dem Stifter der Dynastie Tsin (263–420) und dem großen Kaiser Taitsung (627–659) aus der Dynastie Tang (618–906) vorübergehend wieder vereinigt werden. Später China unter tatarischen und mandschurischen Dynastien.
Die chinesische Kultur verbreitet sich namentlich nach Japan, dessen Geschichte um 600 v. Chr. mit der Gründung eines Reiches auf der Insel Kiusiu beginnt.
D. Die Griechen.
Einen großen Fortschritt in der weltgeschichtlichen Entwickelung hat das hochbegabte Griechenvolk bewirkt. Gegenüber der religiösen und politischen Gebundenheit der asiatischen Völker zeigt es die freie Entwickelung der menschlichen Kräfte und hat in Staat, Kunst und Wissenschaft eine noch jetzt in vieler Beziehung vorbildliche Höhe erreicht. Die griechische Kultur, begünstigt durch ein wohlgelegenes, reich gegliedertes Land, stand noch in Blüte, als das Christentum in die Welt eintrat, und hat ihm die Wege gebahnt.