1519–1522.
Erste Erdumsegelung unter Ferdinand Magalhães (spr. Magaliängs), einem in spanische Dienste getretenen Portugiesen. Durchfahrt nach dem Stillen Ozean durch die Magalhãesstraße. Er selbst wird 1521 auf einer der Philippineninseln erschlagen (S. 215).
1519–1521.
Eroberung von Mexiko durch Hernan Cortez. Dieser segelt mit 600 spanischen Soldaten von Cuba nach dem Hafenort Veracruz, wo er seine Schiffe versenkt. Dann marschiert er mit den Tlaskalanern verbündet auf Mexiko, die Residenz des Königs der Azteken, Montezuma, der ihn in die Stadt einläßt. Er nimmt den König in seinem Palast gefangen. Infolgedessen Aufstand der Mexikaner, Tod Montezumas. Die Spanier verlassen die Stadt, nächtlicher Kampf auf einem der Dämme des Sees, furchtbare Verluste (Noche triste). Sieg der Spanier. Von Tlaskala, wohin er sich zurückgezogen, kehrt Cortez bald mit Verstärkungen vor die Hauptstadt zurück. Einnahme von Mexiko nach hartnäckigem Belagerungskampf 1521. Der König Guatmotzin hingerichtet. Cortez anfangs unumschränkter Statthalter von »Neuspanien«, dann auf die militärische Oberleitung beschränkt, entdeckt Kalifornien 1535, stirbt in Spanien 1547.
1532.
Eroberung von Peru durch Pizarro.
Die »Conquistadoren« (Eroberer) finden in dem silberreichen Peru, wie in Mexiko, eine schon lange bestehende einheimische Kultur vor. Adelsherrschaft bei den Inkas, die sich »Söhne der Sonne« nannten. Sonnentempel in der Hauptstadt Cuzko, reich mit Gold geschmückt. Pizarro nimmt den König Atahualpa vor seinem Heere gefangen und läßt ihn, nachdem er ein ungeheueres Lösegeld von ihm erpreßt hat, hinrichten. Gründung von Lima 1535, Fehden zwischen den spanischen Anführern. Pizarros Nebenbuhler Almagro, aus Chile zurückgekehrt, wird 1538 von ihm besiegt und hingerichtet, er selbst von dessen Freunden 1541 in einem Aufstande erschlagen. Die Krone übernimmt die Verwaltung des Landes 1548.
Drei spanische Vizekönigreiche: Mexiko, Peru, Neu-Granada, später ein viertes für das La Plata-Gebiet; für die westindischen Inseln das Generalkapitanat Cuba.
China und Japan werden den Portugiesen im 16. Jahrh. gleichfalls geöffnet (Ningpo, Macao), später auch den Spaniern und Niederländern (Formosa). Der Handelsverkehr mit Europa von den Daimyo in Japan (S. 220) sehr begünstigt. Das Christentum (schon Papst Clemens V. hatte 1307 ein Erzbistum in Peking und 1313 ein Bistum in Zeitun eingerichtet) (S. 195), findet in China (Jesuiten Franz Xaver, Ruggieri) und ebenso in Japan schnell Verbreitung.