1545–1563.

Kirchenversammlung zu Trient (Tridentum) in Tirol, von den Protestanten nicht beschickt, vom Papste zweimal vertagt. Kirchliche Reformen, zugleich genauere Feststellung der katholischen Lehre.

1546.

18. Febr. Tod Luthers in Eisleben.

1546–1547.

Schmalkaldischer Krieg. Karl V. will die reichsständische Selbständigkeit in Deutschland brechen und zugleich im Bunde mit dem Papste, der ihm Geld und Truppen sendet, die kirchliche Einheit wiederherstellen. Die Häupter des Schmalkaldischen Bundes, Johann Friedrich, Kurfürst von Sachsen, und Landgraf Philipp von Hessen werden in die Acht erklärt. Herzog Moritz von Sachsen, Philipps Schwiegersohn, schließt sich der Sache des Kaisers an.

1546.

Unentschlossene Kriegführung der Verbündeten an der Donau. Johann Friedrich wird durch einen Einfall des Herzogs Moritz in sein Land zur Rückkehr veranlaßt. Die süddeutschen Protestanten (Ulm, Augsburg, Straßburg, Herzog Ulrich von Württemberg u. a.) unterwerfen sich, Hermann von Wied wird aus Köln vertrieben. Karl V. zieht mit seinem aus Spaniern (Herzog Alba) und Italienern gebildeten Heere nach Sachsen, geht über die Elbe, schlägt in der

1547. 24. April.

Schlacht bei Mühlberg (auf der Lochauer Heide, bei Torgau) den Kurfürsten von Sachsen, nimmt ihn gefangen und zieht als Sieger in Wittenberg ein. Vergleich unter Vermittelung Joachims II. von Brandenburg. Die Kurwürde und die Kurländer kommen an die Albertinische Linie des Hauses Wettin (Herzog Moritz); die Ernestinische Linie behält nur die thüringischen Gebiete (Weimar, Jena, Eisenach, Gotha u. a., S. 227). Philipp von Hessen unterwirft sich in Halle und wird, obgleich sich Moritz und Joachim II. für seine Freiheit verbürgt hatten, gefangen gehalten.