1515–1547.

Franz I.

1515.

Er erobert Mailand wieder durch den glänzenden Sieg über die Schweizer bei Marignano.

1520.

Zusammenkunft mit Heinrich VIII. von England (Camp du drap d’or) in der Nähe von Calais.

Kriege mit Karl V. (s. S. 229–232): Mailand verloren. Künste und Wissenschaften werden gefördert durch den Verkehr mit Italien. Schloßbauten: der Louvre in Paris.

Erhöhung der königlichen Macht durch ein Konkordat mit dem Papste (1516), welches die Wahl der Bischöfe und Äbte im wesentlichen dem König überläßt; dagegen Wiedereinführung der Annaten (Gebühren für die Bestätigung durch den Papst in der Höhe eines Jahreseinkommens) und Verzichtleistung auf den Grundsatz des Konstanzer und Baseler Konzils, daß ein allgemeines Konzil über dem Papste stehe (s. S. 203). Verfolgung der Protestanten und grausame Hinrichtungen.

1547–1559.

Heinrich II. Wachsende Macht der Guisen, eines Nebenzweiges des Hauses Lothringen, (Franz, Herzog von Guise, und Karl, der »Kardinal von Lothringen«). Verfolgung der Protestanten in Frankreich, aber Unterstützung der deutschen Protestanten. 1552 Metz, Toul, Verdun gewonnen, Krieg mit Karl V. (s. S 233).