Haus Wasa in Schweden. Unter Gustav I. Wasa (1523–1560) Einführung der Reformation. Der Thron erblich; die Handelsprivilegien der deutschen Hanse werden bald beschränkt, schließlich aufgehoben (S. 201, 246).

1561.

Auflösung des deutschen Ordensstaates in Kurland, Livland und Estland (S. 217). Der größte Teil seines Gebiets kommt an Polen, Estland an Schweden; der letzte Landmeister Gotthard Kettler wird als Herzog von Kurland polnischer Vasall.

Gustav Wasas ältester, geisteskranker Sohn Erich XIV. wird 1568 entthront von seinem Bruder Johann III. Dessen Sohn Sigismund katholisch und seit 1587 König von Polen, wird in Schweden 1598 verdrängt von seinem Oheim Karl IX., dem jüngsten Sohne Gustavs I. Dieser ordnet die zerrüttete Verwaltung des Landes und behauptet gegen Polen den Besitz Estlands. Sein Sohn

1611–1632.

Gustav II. Adolf gewinnt im Kriege mit Rußland Karelien und Ingermanland (1617), im Kriege mit Polen (S. 256), Livland (1621), schließt 1629 unter Richelieus Vermittelung mit Polen Waffenstillstand, um den Krieg in Deutschland (S. 256) zu beginnen. Ihm folgt, zuerst unter Vormundschaft des Reichsrats, seine Tochter

1632–1654.

Christine, gelehrt, aber ohne Lust für die Regierungsgeschäfte. Sie dankt 1654 ab zu Gunsten ihres Vetters Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken (Sohn einer Schwester Gustav Adolfs), wird dann katholisch, stirbt in Rom 1689.

Dänemark und Norwegen bleiben bis 1815 vereinigt. Schon unter Christian II., Schwager Kaiser Karls V., dringt die Reformation in Dänemark ein. Christian von seinem Oheim, dem Herzog von Schleswig-Holstein, verdrängt, der als Friedrich I. (1523–1533) mit Hülfe Lübecks den dänischen Thron besteigt und die Reformation begünstigt.

1534–1536.