1634. 25. Febr.

Wallenstein ermordet zu Eger auf Veranstaltung des irischen Obersten Butler, der mit Gallas und Piccolomini im Einverständnis war. Der Kaiser hat den Mord nicht befohlen, aber die Mörder mit Ehren und Reichtümern belohnt.

6./16. Sept.

Schlacht bei Nördlingen, Sieg der mit einem spanischen Hilfskorps vereinigten Kaiserlichen (unter Ferdinand, des Kaisers Sohn, und Gallas) und Bayern (Johann von Werth) über die Schweden unter Horn und Bernhard von Weimar. Die süddeutschen Protestanten suchen Hilfe bei Frankreich.

1635.

Friede zu Prag, zwischen dem Kaiser und dem Kurfürsten von Sachsen: 1. Der Kurfürst von Sachsen erhält die Lausitz erblich, das Erzbistum Magdeburg für seinen zweiten Sohn August auf Lebenszeit. 2. Die geistlichen Güter (s. S. 255) sollen den protestantischen Besitzern auf 40 Jahre verbleiben. 3. Gemeinsame Bekämpfung der Schweden und ihrer Bundesgenossen. — Brandenburg und andere protestantische Reichsstände treten diesem Frieden bei; einige aber bleiben dem Bündnis mit Schweden treu.

4. Schwedisch-französischer Krieg 1635–1648.

Frankreich, durch Richelieus Politik mit Schweden eng verbündet (S. 256), erklärt dem Kaiser, bald auch dem König von Spanien den Krieg. Subsidienvertrag mit Bernhard von Weimar, welcher sich, da er infolge der Schlacht bei Nördlingen sein Herzogtum Franken verloren hat, im Elsaß einen neuen Staat zu erobern sucht. Einnahme von Breisach 1638. Nach seinem Tode 1639 bemächtigt sich Frankreich seines Heeres und seiner Eroberungen.

1636.

Sieg der Schweden (nachdem sie fast bis an die Ostsee zurückgedrängt gewesen waren) unter Banér bei Wittstock über das kaiserlich-sächsische Heer.