Gustav Adolf nimmt Augsburg ein, belagert vergeblich Maximilian in Ingolstadt, zwingt München zur Übergabe. Wallenstein von Maximilian zu Hilfe gerufen.

1632. Juli–Sept.

Festes Lager bei Nürnberg. Gustav Adolf und Wallenstein lagern einander 7 Wochen gegenüber. Ein Angriff der Schweden auf Wallensteins Verschanzungen wird blutig zurückgeschlagen. Darauf rückt Gustav Adolf gegen die Donau, Wallenstein nach Sachsen. Auf den Hilferuf des Kurfürsten kommt Gustav Adolf in Eilmärschen herbei, vereinigt sich mit Bernhard von Weimar und greift, als er hört, daß Wallenstein von Leipzig aus Pappenheim nach Nordwesten abgesandt hat, die Kaiserlichen (etwa 18000 gegen 20000 Schweden) an.

6./16. Nov.

Schlacht bei Lützen. Gustav Adolf fällt. Pappenheim, der, schnell zurückgerufen, von 3 Uhr ab mit seinen Reitern an der Schlacht teilgenommen hatte, war kurz vor dem König tödlich verwundet worden. Der Sieg der Schweden wird durch Bernhard von Weimar vollendet.

Bernhard, Gustav Horn und Banér erhalten den Befehl über die schwedischen Heere. Die politische Leitung übernimmt der schwedische Reichskanzler Axel Oxenstierna; er schließt den Heilbronner Bund: Schweden an der Spitze der 4 oberdeutschen Reichskreise (Baden, Württemberg, Hessen-Kassel, die süddeutschen Reichsstädte).

1633.

Zug Bernhards’ von Weimar nach Franken. Er läßt sich von dem schwedischen Kanzler mit den Bistümern Würzburg und Bamberg als Herzogtum Franken belehnen und besetzt die Oberpfalz.

Wallenstein rückt aus Böhmen nach Schlesien vor, nimmt bei Steinau an der Oder ein schwedisches Korps gefangen, kehrt dann aber nach Böhmen zurück und weigert sich, dem Kurfürsten Maximilian von Bayern abermals zu Hilfe zu kommen, obgleich Regensburg (14. Nov.) von Bernhard von Weimar besetzt ist. Spannung zwischen Wallenstein und dem kaiserlichen Hofe. Die ihm feindliche ligistisch-spanische Partei will ihn vom Oberbefehl entfernen. Wallenstein führt geheime Unterhandlungen mit den Sachsen, Schweden und Franzosen. Er beabsichtigt, sich durch sein Heer (Revers der Obersten in Pilsen) eine unabhängige Stellung zu verschaffen, den Kaiser von der Herrschaft der spanischen Partei zu befreien und den Reichsfrieden herzustellen.

Der Wiener Hof macht ihm die Hauptführer der Truppen (Gallas, Piccolomini, Aldringen, Maradas, Colloredo) abwendig; Ilow, Terzka, Kinsky bleiben Wallenstein treu. Ein kaiserliches Patent vom 18. Februar 1634 erklärt Wallenstein für abgesetzt, weil »er eine Konspiration anzuspinnen sich angemaßt, Uns und Unser hochlöbliches Haus von unserem Erbkönigreich, Land und Leuten zu vertreiben«. Wallenstein verläßt Pilsen und zieht nach Eger, wohin auch Bernhard von Weimar und Arnim kommen sollen.