Zweiten Schlesischen Krieg.

Mit 80 000 Mann »kaiserlicher Hilfstruppen« rückt der König durch Sachsen in Böhmen ein, erobert Prag, wird aber bald darauf infolge des Rückzuges der Franzosen, die ihn ohne Beistand lassen, nach Schlesien zurückgedrängt (1744).

1745.

Nach Karls VII. Tode in München entsagt sein Sohn Max Joseph (1745–1777) im Frieden zu Füßen allen Erbansprüchen auf Österreich und verspricht dem Gemahl der Maria Theresia, Franz Stephan, seine Stimme bei der Kaiserwahl.

Die Franzosen unter dem Marschall Moritz von Sachsen, einem Sohne Augusts II. und der Gräfin Aurora Königsmark, dringen nach dem Siege bei Fontenoy in die österreichischen Niederlande ein und erobern Brüssel.

1745.

Friedrichs Siege bei Hohenfriedeberg (in Schlesien, 4. Juni, über Herzog Karl von Lothringen, Bruder Franz Stephans) und bei Soor (im nordöstl. Böhmen, 30. Sept.) beweisen aufs neue die Überlegenheit der preußischen Waffen. Nach einem dritten Siege, den der alte Feldmarschall Leopold von Dessau († 1747) bei Kesselsdorf (unweit Dresden, 15. Dez.) über die Sachsen davonträgt, folgt der

Friede zu Dresden: Bestätigung des Besitzes von Schlesien; Friedrich erkennt den Gemahl Maria Theresias als Kaiser an.

1745–1765.

Franz I. deutscher Kaiser (Haus Lothringen- Toskana 1745–1806).