Sieg Friedrichs bei Torgau über die Österreicher unter Daun. General v. Zieten entscheidet den Sieg durch Erstürmung der Süptitzer Höhen.

1761.

Friedrich im Lager bei Bunzelwitz (bei Schweidnitz) den vereinigten Österreichern (Laudon) und Russen (Buturlin) gegenüber, die nichts Entscheidendes gegen ihn wagen. Trennung der verbündeten Heere. Schweidnitz wird von den Österreichern, Kolberg von den Russen genommen. Friedrich im Lager bei Strehlen, um Breslau zu decken. In Sachsen behauptet sich Prinz Heinrich, an der Weser Herzog Ferdinand von Braunschweig. Bedrängte Lage Friedrichs, der infolge der Thronbesteigung Georgs III. (1760–1820) auch die englischen Hilfsgelder verliert. Der

1762. 5. Jan.

Tod der Kaiserin Elisabeth von Rußland bringt eine günstige Wendung. Ihr Nachfolger Peter III. (S. 277, 293), ein Verehrer Friedrichs, schließt mit Preußen Frieden, bald darauf ein Bündnis, doch wird dieses durch seine Entthronung und Ermordung (Juli) wieder aufgehoben. Seine Nachfolgerin Katharina II. ruft ihre Truppen von Friedrichs Heer ab, doch tragen die Russen unter Czernitschew noch durch ihre untätige Gegenwart zu dem

21. Juli.

Sieg Friedrichs bei Burkersdorf über die Österreicher bei. Schweidnitz wiedergewonnen. Nachdem Herzog Ferdinand die Franzosen bei Wilhelmsthal unweit Kassel (24. Juni), Prinz Heinrich die Österreicher und Reichstruppen bei Freiberg (29. Okt.) besiegt hat und General v. Kleist bis Nürnberg vorgedrungen ist (29. Nov.), tritt Waffenruhe ein. Da England und Frankreich miteinander Frieden schließen und die französischen Truppen Deutschland räumen, ist auch Maria Theresia zum Frieden geneigt.

1763. 15. Febr.

Friede zu Hubertusburg (Jagdschloß unweit Grimma): Friedrich d. Gr. behält Schlesien, räumt den noch besetzten Teil Sachsens, verspricht seine Kurstimme für die Wahl des Erzherzogs Joseph zum römischen König.

Preußen hat im Siebenjährigen Kriege den Kampf um sein Dasein ruhmvoll bestanden und Deutschland gegen die Angriffe des Auslandes verteidigt. Das gesunkene deutsche Nationalgefühl richtet sich wieder an Friedrichs Heldentum auf.