1751–1818.

Haus Holstein-Gottorp in Schweden.

Unter Adolf Friedrich (1751–1771) unrühmliche Teilnahme am Siebenjährigen Kriege. Sein Sohn Gustav III. (1771–1792) stürzt durch einen unblutigen Staatsstreich 1772 die Macht des Adels; die Stände (Adel, Geistlichkeit, Bürger, Bauern) beraten fortan nur über die vom König gemachten Vorschläge und haben das Recht des Einspruchs gegen einen Angriffskrieg.

1788–1790.

Krieg gegen Rußland, um die Ostseeprovinzen wiederzugewinnen. Nach dem unentschiedenen Seetreffen bei der Insel Hogland rückt Gustav III. in den an Rußland 1743 abgetretenen Teil Finnlands ein; die Offiziere verweigern ihm den Gehorsam. Er findet Unterstützung in Stockholm und Dalarne; die Stände bewilligen ihm (gegen den Adel) das Recht des Angriffskrieges. Trotz glänzender Waffentaten Gustavs (Seesieg bei Svenskasund 1790) Friede zu Werelä ohne Vorteil für Schweden.

1792.

Gustav III. von Ankarström, einem ehemaligen Offizier, ermordet; Regentschaft eingesetzt für seinen minderjährigen Sohn Gustav IV.

Rußland und Polen.

Alexei, †1676.
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Feodor III., Iwan V., Sophia. Peter der Große,
†1682. †1696. †1725. Gem.
_________|____ Katharina I.,
| | †1727.
Katharina, Anna, ________|________________
Herzogin v. †1740. Alexei, Anna, Elisabeth,
Meckl.-Schwerin. †1718. Gem. Karl †1762.
| | Friedr. v.
Anna, Peter II., Holstein-Gottorp.
Herzogin v. Braunschweig. †1730. |
| Peter III.,
Iwan VI. bis 1741, † 1764. †1762. Gem.
Katharina II.,
† 1796.

Auf Peter den Großen, dessen zur altrussischen Partei neigender Sohn Alexei, vom Vater zum Tode verurteilt, im Gefängnis gestorben war (1718), folgt kraft eines von Peter 1722 erlassenen Gesetzes, welches den jedesmaligen Herrscher zur Ernennung seines Nachfolgers ermächtigte (später durch Paul I. wieder aufgehoben), seine Gemahlin