1725–1727.
Katharina I., geleitet von Fürst Menschikow, (S. 269), der durch seine Herrschsucht sich den Haß der altrussischen Partei zuzieht.
1727–1730.
Peter II., 12 Jahre alt, Enkel Peters d. Gr. Menschikow durch die Familie Dolgoruki gestürzt und nach Sibirien verbannt, wo er 1729 stirbt. Die Residenz nach Moskau zurückverlegt.
1730–1740.
Anna Iwanowna, Nichte Peters d. Gr., von Münnich, Ostermann und ihrem Günstling Biron (eigentlich Bühren) geleitet. Rückkehr des Hofes nach St. Petersburg; Biron herrscht bald unumschränkt und unterdrückt die Dolgoruki; 1737 wird er auf Wunsch der Kaiserin von August III., König von Polen (1733–1763), zum Herzog von Kurland ernannt. Rußlands Einfluß in Polen wird durch den polnischen Thronfolgekrieg (s. S. 279f.) begründet. In dem mit Österreich gemeinschaftlich (s. S. 279) geführten Türkenkrieg wird trotz der Siege des Feldmarschalls Münnich nur Asow wieder gewonnen (S. 275). Auf die Kaiserin Anna folgt ihr Großneffe, der unmündige
1740–1741.
Iwan VI., dessen Mutter Anna von Braunschweig nach dem durch Münnich bewirkten Sturz Birons kurze Zeit die Regierung führt (Biron nach Sibirien). Durch einen Soldatenaufstand erlangt den Thron
1741–1762.
Elisabeth, die jüngste Tochter Peters des Großen. Iwan wird gefangen. Münnich und Ostermann werden nach Sibirien geschickt, Biron kommt zurück. Launenhafte Regierung unter dem Einfluß der Günstlinge; der preußenfreundliche L’Estocq, dem die Kaiserin hauptsächlich den Thron verdankt, wird 1748 durch Bestuschew, den Freund Österreichs, gestürzt, Bestuschew fällt 1758 in Ungnade. Rußlands Teilnahme am Siebenjährigen Kriege s. S. 285–289. Nach Elisabeths Verfügung gelangt ihr Neffe Peter, Herzog von Holstein-Gottorp, zum Thron.