1794–1795.

Der Nationalkonvent unter der Herrschaft der Gemäßigteren.

Öffnung der Gefängnisse; gegen den Pöbel und die Jakobiner tritt die Jugend der wohlhabenden Stände (Jeunesse dorée) auf, der Jakobinerklub wird geschlossen, die noch lebenden Girondisten werden in den Konvent zurückberufen. Zwei Pöbelaufstände in Paris (1. April und 20. Mai 1795) zu Gunsten der Jakobiner werden von der Nationalgarde und herbeigerufenen Linientruppen unterdrückt.

1795. 8. Juni.

Tod des schändlich mißhandelten 10jährigen Dauphins (Ludwig XVII.) im Temple.

Aug.

Verkündigung einer neuen (dritten) Verfassung: Die ausübende Gewalt wird einem Direktorium von fünf Personen, die gesetzgebende dem Rate der Alten (250) und dem Rate der Fünfhundert übertragen, doch sollen für diesmal ⅔ der Mitglieder beider Räte aus den Konventsmitgliedern gewählt werden. Gegen diese Wahlbeschränkung erheben sich die von den Royalisten bearbeiteten Pariser Sektionen (Stadtviertel) zum Aufstande. Auf Barras’ Antrag wird General Bonaparte an die Spitze der Truppen des Konvents gestellt.

5. Okt.

Blutiger Sieg in den Straßen von Paris. Darauf Vollziehung der Wahlen, der Konvent löst sich auf.

1795–1799.